Gründerstammtisch starten: So wird aus einer Idee ein festes Treffen
Gründerstammtisch starten: Anleitung für festen Termin, passenden Raum und die erste Einladung, damit aus einem Treffen ein verbindliches Format wird.

Warum ein fester Termin mehr wert ist als zehn gute Ideen
Viele Gründerinnen und Gründer sagen irgendwann denselben Satz: Man sollte sich mal regelmäßig treffen. Meistens bleibt es beim Sagen. Einen Gründerstammtisch starten heißt vor allem eines: aus einer Idee einen festen Termin machen, den es wirklich gibt. Alles andere ergibt sich mit der Zeit.
Dieser Beitrag beschreibt Schritt für Schritt, wie du einen Gründerstammtisch aufbaust. Von der Terminwahl bis zu dem Punkt, an dem Leute von selbst kommen.
Ein fester Termin im Monat
Der wichtigste Schritt kommt zuerst, und er hat nichts mit dem Raum oder der Gästeliste zu tun. Du legst einen Tag fest, zum Beispiel jeden ersten Dienstag im Monat, und hältst dich daran. Nicht „wenn Zeit ist", nicht „mal sehen". Ein Gründerstammtisch lebt davon, dass sich Leute auf den Termin verlassen können, auch wenn beim ersten Mal nur wenige kommen.
Ein monatlicher Rhythmus hat sich bewährt. Wöchentlich ist für die meisten zu oft, das flacht schnell ab. Vierteljährlich ist zu selten, dann verliert man sich zwischendurch wieder aus den Augen. Einmal im Monat lässt sich merken und trotzdem gut in den Kalender einplanen.
Ein Raum, der passt
Du brauchst keinen besonderen Ort. Wichtig ist, dass der Raum ruhig genug zum Reden ist und dass du dort willkommen bist, auch wenn nicht jedes Mal viel bestellt wird. Ein Nebenraum in einer Gaststätte funktioniert genauso wie ein Raum, den ein Verein oder ein Unternehmen zur Verfügung stellt.
Zwei Dinge solltest du vorher klären. Erstens: Ist der Raum an dem gewählten Termin wirklich verlässlich frei, auch in einem Jahr noch? Zweitens: Ist er gut zu erreichen, auch für Leute, die aus der Nachbarstadt kommen? Ein Treffpunkt, der zwischen zwei Orten liegt, ist leichter für alle zu erreichen als einer, der nur für die eine Hälfte der Gruppe bequem ist.
Die Einladung
Die erste Einladung ist oft die schwierigste. Schreib direkt die Leute an, die du persönlich kennst, statt nur einen Beitrag irgendwo zu veröffentlichen und zu hoffen, dass sich jemand meldet. Eine kurze Nachricht reicht: Datum, Uhrzeit, Ort, und ein Satz, worum es geht.
Sag klar, dass es kein Vortrag und keine Agenda gibt, sondern ein offenes Treffen zum Austausch. Das nimmt Druck von dir und von den Gästen. Niemand muss sich vorbereiten, niemand muss etwas präsentieren.
Der Ablauf ohne Programm
Ein Gründerstammtisch lebt davon, dass es kein Programm gibt. Kein Vortrag, keine Rednerliste, keine Agenda mit Uhrzeiten. Die Leute setzen sich zusammen, erzählen, was bei ihnen gerade ansteht, und hören zu, was bei den anderen los ist.
Deine Rolle als Gastgeberin oder Gastgeber ist trotzdem wichtig. Am Anfang stellst du kurz vor, wer neu ist. Du achtest darauf, dass niemand allein am Rand sitzt. Und du sorgst dafür, dass das Gespräch nicht von einer einzigen Person dominiert wird. Mehr braucht es nicht.
Wenn beim ersten Mal nur wenige Gäste kommen
Das passiert fast immer, und es ist kein Grund aufzuhören. Drei oder vier Leute an einem Tisch sind ein gutes erstes Treffen, kein gescheiterter Versuch. Aus einer kleinen, guten Runde entsteht eher ein zweites Treffen als aus einem großen, das sich einmal zufällig zusammengefunden hat.
Wichtig ist, dass der nächste Termin trotzdem stattfindet. Sag am Ende des Abends direkt den nächsten Termin an. Damit signalisierst du: Das war kein einmaliges Experiment, sondern der Anfang von etwas, das weitergeht.
Wie daraus Verbindlichkeit wird
Verbindlichkeit entsteht nicht durch eine große Ankündigung, sondern durch Wiederholung. Wer zweimal da war, kommt beim dritten Mal eher wieder, weil er weiß, wer da sein wird und wie der Abend abläuft. Nach einigen Monaten bringen Stammgäste von selbst neue Leute mit, ohne dass du aktiv dafür werben musst.
Ab diesem Punkt lohnt es sich, den Termin fest im Kalender vieler Leute zu verankern, etwa über eine wiederkehrende Erinnerung oder eine kleine Mailingliste. Der Aufwand für dich als Organisator oder Organisatorin sinkt mit der Zeit, weil die Runde sich selbst trägt.
Entfernungen im ländlichen Raum
In der Eifel und im Raum Trier liegen zwischen zwei Orten schnell zwanzig oder dreißig Minuten Fahrzeit. Für einen Stammtisch ist das weniger hinderlich, als es zunächst klingt, solange der Termin verlässlich ist und früh genug feststeht. Wer in Bitburg gründet und in Trier angestellt ist, plant den Abend ohnehin über eine Strecke. Wichtiger als die Entfernung ist deshalb die Uhrzeit: Ein Beginn, der auch nach einem vollen Arbeitstag noch erreichbar ist, entscheidet stärker darüber, wer kommt, als die Kilometer auf dem Weg dorthin.
Passt dazu: Coworking in Bitburg und Trier und Gründen in der Eifel.
Mitmachen
Incubito ist der Gründerverein für die Region zwischen Bitburg und Trier. Wenn du dabei sein willst, schreib uns.
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